Im historischen Zentrum von Nibbiano entdeckt man die einfache Fassade eines Gebäudes, hinter der sich die ursprünglichen Steine verbergen, die zum Bau des Gebäudes verwendet wurden. Diese Steine erzählen die Geschichte dieses Platzes und der Gegend.
Das Gebäude war Teil eines alten Schlosses und im Besitz von Marie Luise von Österreich, Herzogin von Parma und Piacenza und Ehefrau von Napoleon, der die Gegend bereits 1796 als junger General bereiste. Marie Luise lebte 1831 in dieser Gegend. Im Jahre 1773 wohnte Maria Amalia, Tochter von Kaiserin Maria Theresia von Österreich in den Schlössern von Trevozzo und Sala Mandelli.
Jose Nicolas Azzare (1730 – 1804) wurde nach der Herrschaft der Malvicini-Fontana Familie 1765 unter der Regierung von Ferdinand, Herzog von Parma zum Marquis des Schlosses ernannt. Bis zu dieser Zeit konnte das Schloss auch den ursprünglichen Stil erhalten. Ferdinand war Diplomat und Mitglied des spanischen Bourbonen Hauses und galt als damaliger Vermittler zwischen Rom und Frankreich zur Zeit der dortigen Revolution.
Er war es auch, der 1796 das Bologna Abkommen mit Napoleon Bonaparte unterschrieb und dafür mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde. Er wurde der erste Marquis von Nibbiano und gab seinen Titel an die nächsten vier Generationen seiner Familie weiter. Das Anwesen war zur Zeit der Herzogin Marie Luise auch oft für Sommerempfänge des Adels und des Hofes in Verwendung.
Viele Mitglieder des damaligen Adels waren gerne dort als auch auf dem Weingut Colombarola zugegen, um die natürliche Schönheit der Gegend und der lokalen Produkte zu genießen; Natürlich auch des hier produzierten Weins.
Wein wurde nicht ausschließlich zu offiziellen Anlässen ausgeschenkt, diente aber stets als Begleiter der traditionell zubereiteten Speisen mit ihren ausgewählten Zutaten und typischen Aromen, was jeden Anlass geselliger machte und dazu beitrug neue Beziehungen und Freundschaften aufzubauen.